So schützen Sie sich vor Betrug

Ihr bester Schutz: Bewusstsein und Aufklärung

Betrugsarten

Das Internet liefert uns mehr Informationen als je zuvor. Aber das digitale Zeitalter erleichtert auch Betrügern die Arbeit. Von unechten Beiträgen in den sozialen Medien bis hin zum Phishing, um in den Besitz von Passwörtern für Bankkonten zu kommen – Betrüger haben unzählige Möglichkeiten aufgetan, an das Geld anderer heranzukommen. Betrüger nehmen auf unterschiedlichste Weise Kontakt zu ihren Opfern auf – per Telefon, per Post, per E-Mail und über das Internet. Sie erschleichen sich Ihr Vertrauen und bitten Sie dann um Geld. Dann verschwinden sie damit. Die Szenarien, die sie vortäuschen, verändern sich ständig. Sie können sich und Ihre Freunde und Familienmitglieder jedoch schützen, wenn Sie die häufigsten Betrugsarten kennen.

 

Betrugsarten

Vorschussgebühren/Vorauszahlungen

Das Opfer wird aufgefordert, Gebühren für Finanzleistungen im Voraus zu entrichten, die niemals erbracht werden. Opfer führen häufig mehrere Transaktionen für mehrere Gebührenvorauszahlungen aus. Häufige Verfahren sind: Kreditkarte, Zuschüsse, Kredite, Erbschaft oder Investition.

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Video: Vorschussgebühren (Englisch)

Artikel: 4 Möglichkeiten zum Schutz vor Betrug mit Vorschussgebühren und Vorauszahlungen (Englisch)

 

Betrug mit Virenschutzsoftware

Das Opfer wird von einer Person kontaktiert, die sich als Mitarbeiter einer bekannten Computer- oder Softwarefirma ausgibt und behauptet, dass auf dem Computer des Opfers ein Virus gefunden wurde. Das Opfer wird informiert, dass es gegen eine kleine Gebühr, die per Kreditkarte oder Geldtransfer bezahlt werden kann, das Virus löschen und den Computer schützen lassen kann. Tatsächlich ist der Computer aber nicht infiziert, und das Opfer verliert das für den Schutz gesendete Geld.

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Artikel: 5 Möglichkeiten zum Schutz vor Technikbetrug (Englisch)

 

Spendenbetrug

Opfer werden häufig per E-Mail, Post oder Telefon von Personen kontaktiert, die um Spenden per Geldtransfer an eine Einzelperson bitten, um Opfern eines kürzlichen Vorfalls wie eines Unglücks oder einer Naturkatastrophe zu helfen (z. B. Überschwemmung, Orkan oder Erdbeben). Seriöse Hilfsorganisationen bitten niemals um Spenden an eine Einzelperson per Geldtransfer.

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Artikel: Western Union und Better Business Bureau warnen vor Spendenbetrug während der Geschenkesaison (Englisch)

 

Notfalltrick

Dem Opfer gegenüber wird vorgegeben, dass sich ein Freund oder Familienmitglied in einer Notlage befindet, damit das Opfer ihm Geld sendet. Das Opfer sendet das Geld sofort, da die selbstverständliche Sorge um nahestehende Personen ausgenutzt wird.

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Artikel: Western Union und Better Business Bureau schützen Verbraucher gemeinsam vor Betrug mit Notfalltrick (Englisch)

 

Beschäftigungstrick

Das Opfer antwortet auf eine Stellenausschreibung, wird für eine fiktive Tätigkeit eingestellt und erhält einen gefälschten Scheck für dienstliche Ausgaben. Der Scheckbetrag ist größer als die Ausgaben des Opfers, und das Opfer sendet den Überschuss mit einem Geldtransfer zurück. Der Scheck wird abgelehnt, und das Opfer haftet für den vollen Betrag.

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Video: Heimarbeit (Englisch)

Article: 3 Beschäftigungstricks und Tipps zum Schutz davor (Englisch)

 

Erpressung

Betrüger drohen mit Tod, Inhaftierung und anderem bei Nichtkooperation, um vom Opfer unrechtmäßig Geld, Eigentum oder Leistungen zu erpressen, die es angeblich schuldet.

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Gefälschte Schecks

Bei dieser Betrugsform erhalten Opfer häufig einen Scheck, den sie einlösen sollen, um dienstliche Ausgaben, Internetkäufe, Testkäufe usw. zu bezahlen. Der Scheck ist unecht (gefälscht), und das Opfer haftet für alle Ausgaben, die über den Scheck getätigt wurden. Wichtiger Hinweis: Geben Sie Geld über einen Scheck, den Sie auf ein Konto einlösen, niemals aus, bevor das Geld auf dem Konto gutgeschrieben ist – dies kann mehrere Wochen dauern.

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Video: Vorschussgebühr (Englisch)

Artikel: So vermeiden Sie Betrug mit gefälschten Schecks (Englisch)

 

Großelterntrick

Dies ist eine Variante des Notfalltricks. Das Opfer wird von jemandem kontaktiert, der sich als Enkelkind in einer Notlage oder als eine Autoritätsperson ausgibt, z. B. als Arzt, Vollzugsbeamter oder Anwalt. Der Betrüger berichtet von einer Notlage des Enkelkindes (Kaution, Ausgaben für medizinische Versorgung, Reisekosten in einer Notlage), dem sofort per Transfer Geld gesendet werden muss. Den Notfall gibt es nicht, und das Opfer, das dem Enkelkind helfen will und Geld sendet, verliert die Summe.

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Video: Großelterntrick (Englisch)

Artikel: Fallen Sie nicht auf den Großelterntrick herein – 6 Tipps und Hinweise (Englisch)

 

Identitätsdiebstahl

Beim Identitätsdiebstahl nutzt der Betrüger persönliche Informationen (wie, Sozialversicherungsnummern, Bankkontoinformationen oder Kreditkartennummern), um sich als jemand anders auszugeben. Der Betrüger kann ein Konto eröffnen, bestehende Konten leeren, Steuerrückzahlungen beantragen oder medizinische Leistungen in Anspruch nehmen.

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Einwanderungsbetrug

Das Opfer wird von einer Person angerufen, die sich als Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ausgibt und behauptet, dass ein Problem mit dem Aufenthaltsstatus des Opfers besteht. Möglicherweise werden persönliche Informationen und vertrauliche Details zum Aufenthaltsstatus des Opfers angegeben, um glaubhafter zu wirken. Es wird eine sofortige Zahlung per Geldtransfer verlangt, um die Probleme mit dem Aufenthaltsstatus zu lösen. Andernfalls wird möglicherweise mit Ausweisung oder Inhaftierung gedroht.

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Internetkauf

Das Opfer sendet Geld für den Kauf eines im Internet bestellten Artikels (z. B. Haustiere, Fahrzeuge). Die Artikel werden häufig auf Craigslist, eBay, Alibaba usw. eingestellt. Das Opfer erhält die Ware nach dem Geldtransfer nie.

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Video: Internetkauf (Englisch)

Artikel: Betrugswarnung: Immer mehr Fälle von Betrug beim Welpenkauf über das Internet (Englisch)

 

Lotterie/Preisausschreiben

Dem Opfer gegenüber wird vorgegeben, dass es bei einer Verlosung, im Lotto oder bei einem Gewinnspiel gewonnen hat und dass Geld für die Steuern und Gebühren gesendet werden muss, die auf den Gewinn fällig werden. Das Opfer erhält möglicherweise einen Scheck über einen Teil des Gewinns, aber der Scheck wird nach der Einlösung und dem Geldtransfer abgelehnt.

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Video: Lotterie/Preisausschreiben (Englisch)

Artikel: 7 Tipps zum Schutz vor Lotteriebetrug (Englisch)

 

Geld-Flipping

Neuen Opfern wird über die sozialen Medien von einer Möglichkeit berichtet, schnell an viel Geld zu kommen: Angeblich können sie aus 100 EUR durch „Geld-Flipping“ 1.000 EUR machen. Dies ist ein alter Betrugstrick. Das Inserat erklärt Investoren, dass sie über Lücken im Geldsystem wenige Hundert auf Tausende Euro vermehren können. Sobald die Betrüger Zugang zu dem Geld haben, blockieren sie das Opfer häufig in den sozialen Medien oder auf dem Telefon, sodass ihm keine Kontaktaufnahme mehr möglich ist.

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Militärtrick

Angehörige des Militärs sind für Betrüger aus mehreren Gründen eine attraktive Option. Sie nutzen die verbreitete Bewunderung für das Militär aus und geben sich als Uniformierte aus, um andere dazu zu bringen, ihnen Geld zu senden.

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Artikel: Neuester Betrugstrick: Betrüger geben sich als Militärs aus (Englisch)

 

Testkaufbetrug

Der Betrüger kontaktiert das Opfer über eine Internet-Stellenbörse, oder das Opfer antwortet auf eine Anzeige für einen Job, bei der ein Geldtransferservice bewertet werden soll. Der Betrüger sendet dem Opfer häufig einen Scheck, den es einlösen soll, und weist das Opfer an, einen Geldtransfer auszuführen. Ein Teil des Scheckbetrags dient dabei angeblich der Entlohnung. Das Opfer sendet das Geld, der Betrüger holt es ab, und wenn der Scheck abgelehnt wird, haftet das Opfer für den vollen Betrag.

In Verbindung mit: gefälschten Schecks, Beschäftigungstrick, Vorschussgebühren/Vorauszahlungen

Video: Vorschussgebühren (Englisch)

Artikel: Warum Sie bei Testkaufangeboten sehr vorsichtig sein sollten (Englisch)

 

Überzahlung

Der Betrüger sendet dem Opfer einen Scheck, der als Zahlung für eine Dienstleistung oder ein Produkt gültig zu sein scheint. Meist ist die Schecksumme größer als die erwartete Zahlung, und der Betrüger sagt dem Opfer, dass es den Überschuss per Geldtransfer zurücksenden soll. Der Scheck wird jedoch abgelehnt, und das Opfer haftet für den vollen Betrag.

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Video: Vorschussgebühren, Internetkauf (Englisch)

Artikel: Vorsicht! Zahlungsbetrug als gängiger Trick bei Internetkäufen und -verkäufen (Englisch)

 

Phishing

Das ist Kommunikation, die vorgeblich von vertrauenswürdigen Firmen wie z. B. Banken stammt und das Opfer dazu verleiten soll, persönliche Informationen oder Passwörter preiszugeben. Ein „Phish“ ist ein betrügerischer Versuch, persönliche Informationen zu stehlen oder Schadcode oder Schadsoftware auf Ihrem Computer zu installieren, meist in Form einer E-Mail (es sind jedoch auch Fälle von Kontaktaufnahme per Telefon und Textnachricht bekannt).

In Verbindung mit: Beziehungstrick, Erpressung, Notfalltrick, sozialen Netzwerken, SMS/Smishing

Artikel: Anzeichen für Phishing-Betrug erkennen (Englisch)

 

Beziehungstrick

Das Opfer wird zu der Ansicht verleitet, dass es eine persönliche Beziehung zu einer Internetbekanntschaft hat, die vielfach über soziale Medien, Internetforen oder Dating-Websites angebahnt wird. Das Opfer wird häufig emotional involviert und dann als Verlobte/r angesprochen.

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Video: Liebestrick (Englisch)

Artikel: Im Internet auf der Suche nach Liebe 2016 (Englisch), Senden Sie beim Online-Dating niemals Geld an Personen, die Sie nicht im echten Leben kennengelernt haben. (Englisch)

 

Mietsachen

Das Opfer sendet Geld für eine Mietkaution, ohne dass ihm jemals der Zugang zu der Mietsache gewährt wird. In manchen Fällen ist das Opfer auch der Eigentümer der Mietsache und erhält einen Scheck vom Mieter, von dem es einen Teilbetrag per Geldtransfer zurücksenden soll. Der Scheck wird jedoch abgelehnt.

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Video: Vorschussgebühren (Englisch)

Artikel: Western Union und Better Business Bureau bekämpfen Internetbetrug mit Mietsachen (Englisch), Vermieter im Fokus – so vermeiden Sie es, als Mieter betrogen zu werden (Englisch)

 

Soziale Netzwerke

Gelingt es einem Internetbetrüger, sich Zugriff auf Ihre Konten in sozialen Medien zu verschaffen, hat er auch Zugang zu Ihren Angehörigen und engen Freunden. Kriminelle und Betrüger können ausnutzen, dass Sie persönliche Informationen online preisgeben, und mit diesen Informationen dann geschickt gezielt Freunde und Familie ansprechen, oft in Verbindung mit der Bitte um Geld.

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Artikel: Schützen Sie sich vor Betrug in sozialen Medien (Englisch)

 

SMS/Smishing

Seien Sie sehr vorsichtig bei Texten, die Dringlichkeit vorgeben und Sie auffordern, auf einen Link zu klicken, über den Sie auf eine gefährliche Website weitergeleitet werden, oder Sie dazu verleiten, persönliche Informationen anzugeben, die gegen Sie verwendet werden können.

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Steuertrick

Das Opfer wird vorgeblich von einem Behördenmitarbeiter kontaktiert, der behauptet, dass Steuern geschuldet und sofort bezahlt werden müssen, um Inhaftierung, Ausweisung oder die Sperrung von Führerschein oder Pass zu verhindern. Das Opfer wird angewiesen, die Steuern per Geldtransfer oder Kauf einer Prepaidkarte zu bezahlen. Behörden verlangen niemals die sofortige Zahlung oder fordern telefonisch zur Steuerzahlung auf, ohne zuerst einen Bescheid per Post zu senden.

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Artikel: Western Union warnt Verbraucher eindringlich vor Betrug in Form unechter IRS-Anrufe (Englisch)

 

Telefonverkauf

Telefonverkäufe können die Form praktisch jeder geschäftlichen Transaktion annehmen, bei dem Verkäufer mit Verbrauchern telefonisch Kontakt aufnehmen, um Waren oder Leistungen anzubieten und deren Bezahlung zu verlangen, beispielsweise über einen Bargeldtransfer oder das Aufladen einer Prepaidkarte. Dabei werden häufig „kostenlose“ oder stark rabattierte Reisen, Zeitschriften als „Schnäppchen“ oder Preise und Verlosungen angeboten.

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