Betrugsarten


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Betrüger erschleichen sich Ihr Vertrauen und stehlen Ihr Geld.

Sie nehmen auf unterschiedliche Weise Kontakt zu Ihren Opfern auf – per Telefon, per Post, per E-Mail und über das Internet. Sie erschleichen sich Ihr Vertrauen und bitten Sie dann um Geld. Dann verschwinden sie damit. Die Szenarien, die sie Ihnen vorgaukeln, verändern sich ständig. Aber Sie können sich und Ihre Freunde und Familie schützen, indem Sie sich über die häufigsten Betrugsarten informieren.

 


Betrugsarten

Vorschussgebühren/Vorauszahlungen                                                        

Betrüger geben sich als Mitarbeiter von falschen Darlehensunternehmen aus und verwenden echt aussehende Dokumente, E-Mails und Websites, um sich den Anschein von Legitimität zu geben. Sie berechnen „Gebühren“, bevor sie Darlehen vergeben. Die Kunden bezahlen sie, erhalten die Darlehen aber nie. Die Betrüger sind längst weg. Einige ändern regelmäßig den Namen ihres "Unternehmens", um Strafverfolgung zu entgehen. 

Diese Art von Betrug bezeichnet man als Betrug mit „Vorschussgebühren“- oder „Vorauszahlungen“. Betrüger können ihre Opfer auch mit Versprechungen im Hinblick auf Investitionen oder Erbschaften im Austausch gegen eine Gebühr locken. Aber es läuft immer auf dasselbe hinaus: Die Opfer zahlen jemandem Geld, weil sie erwarten, dafür etwas von größerem Wert zu erhalten. Sie erhalten jedoch nichts oder fast nichts.

Siehe auch „Betrug mit gefälschten Schecks“

Testkäufe                                                                

Betrug mit Testkäufen ist besonders beliebt bei Kriminellen, die auf Websites von Stellenbörsen abzielen. Der Trick ist ganz einfach: Die Betrüger senden ihren Opfern einen Scheck und fordern sie auf, das Geld zu verwenden, um den Geldtransferservice von Western Union zu „bewerten“. Die Opfer senden das Geld und finden später heraus, dass der Scheck geplatzt ist und sie der Bank das Geld erstatten müssen.

Siehe auch „Betrug mit gefälschten Schecks“ und „Beschäftigungsbetrug“

Überzahlung                                                                       

Beim Überzahlungsbetrug spielen die Betrüger die Rolle eines Käufers und richten sich an Privatpersonen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen. Der „Käufer“ sendet dem Verkäufer einen echt aussehenden Scheck, der meist auf eine bekannte Bank ausgestellt ist. Der Betrag ist dabei höher als der vereinbarte Preis. Der Betrüger nimmt Kontakt auf und bietet eine Erklärung für die Überzahlung an. Dann weist er den Verkäufer an, den Scheck einzureichen und das überzählige Geld zurückzuüberweisen. Wochen später findet das Opfer heraus, dass der Scheck gefälscht ist. Er muss der Bank jedoch das abgehobene Geld erstatten.

Siehe auch „Betrug beim Internetkauf“ und „Betrug mit gefälschten Schecks“

Beschäftigung                                                                             

Beschäftigungsbetrug beginnt meist mit einem Angebot, das zu schön ist, um wahr zu sein: Arbeiten Sie von zu Hause aus und verdienen Sie mehrere Tausend Dollar im Monat – Erfahrung ist nicht notwendig. Die Opfer enden dann ohne Job und ohne Geld. Sie folgen in der Regel einem dieser 3 Muster:

1. Die Betrüger geben sich als neue „Arbeitgeber“ aus und senden den Opfern einen Scheck, mit dem Ausgaben, etwa für Material, gedeckt werden sollen. Die Opfer lösen den Scheck ein, kaufen das benötigte Material und überweisen dem Betrüger das verbliebene Geld zurück. Wochen später finden sie heraus, dass die Schecks gefälscht waren und sie den gesamten Betrag zurückzahlen müssen.

2. Die Betrüger geben sich als „Personalvermittler“ aus, die eine Beschäftigung garantieren, oder sie treten als „Arbeitgeber“ auf, die den Opfern einen Job anbieten. Dazu müssen die Opfer jedoch vorab für Gebühren für Bonitätsprüfungen oder Bewerbungs- oder Vermittlungsgebühren zahlen. Die Opfer zahlen, zu einer Einstellung kommt es jedoch nicht.

3. Die Betrüger geben sich als Mitarbeiter von „Unternehmen“ aus und verschaffen sich unter dem Vorwand, Bonitäts- oder Hintergrundprüfungen durchführen zu wollen, Zugang zu sensiblen persönlichen Daten und/oder Finanzinformationen der Opfer. Monate später stehlen sie dann die Identität der Opfer.

Siehe auch „Betrug mit Testkäufen“ und „Betrug mit gefälschten Schecks“

Lotterie/Gewinn                                                                            

Der Betrug mit Lotterien oder Gewinnen folgt zwei ganz ähnlichen Mustern:

1. Ein Opfer erhält unaufgefordert einen Anruf, eine E-Mail, einen Brief oder ein Fax von jemandem, der behauptet, für eine Regierungsbehörde zu arbeiten oder eine bekannte Organisation oder Persönlichkeit zu vertreten. Dabei wird ihm mitgeteilt, es habe viel Geld oder einen anderen Preis gewonnen. Der Betrüger erschleicht sich sein Vertrauen und erklärt, dass es zunächst einen geringen Geldbetrag für Bearbeitungsgebühren oder Steuern bezahlen muss, bevor es seinen Gewinn erhält. Die Opfer befolgen diese Anweisungen und weisen das Geld sofort an, ihren "Gewinn" erhalten sie jedoch nie. Außerdem ist das Geld, das sie für "Steuern und Gebühren" bezahlt haben, weg."

2. Die Opfer erhalten unaufgefordert einen Scheck oder eine Geldanweisung mit der Anweisung, das Geld einzuzahlen und unverzüglich einen Teil davon für Bearbeitungsgebühren oder Steuern zurückzuüberweisen. Wochen später finden die Opfer heraus, dass die Schecks gefälscht waren. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie das Geld für die „Steuern“ jedoch bereits überwiesen und können es nicht mehr zurückfordern. Außerdem müssen sie ihrer Bank das Geld, das sie abgehoben haben, erstatten.

Siehe auch „Betrug mit Vorabgebühren/Vorauszahlungen“ und „Betrug mit gefälschten Schecks“

Mietsachen                                                                             

Clevere Betrüger nutzen das Internet, und insbesondere Websites mit kostenlosen Kleinanzeigen, um ahnungslose Opfer in die Falle zu locken, die auf der Suche nach Immobilien sind. Ein Betrug mit Mietsachen läuft im Allgemeinen auf eine von zwei Arten ab:

1. Mieter suchen nach einem Haus oder einer Wohnung zur Miete und werden von einem "Eigentümer" betrogen.Die Opfer finden ein Mietangebot in einer hervorragenden Gegend zu einem günstigen Preis. Die Anzeige sieht echt aus, daher nehmen sie, meist per E-Mail, Kontakt mit dem „Eigentümer“ auf. Der Eigentümer erklärt ihnen, sie könnten die Immobilie mieten. Sie müssten lediglich das Geld für die Provision, Kaution usw. anweisen. Sie weisen das Geld an und hören nie wieder von dem „Eigentümer“.

2. Eigentümer vermieten ihr Haus oder ihre Wohnung und werden von einem "Mieter" betrogen.Die "Mieter" nehmen in der Regel per E-Mail Kontakt zu den Opfern auf und geben vor, dass sie das Haus oder die Wohnung mieten möchten. Der Betrüger schickt ihm einen Scheck für die Kaution, sagt dann aber ab. Das Opfer sendet das Geld zurück, findet dann aber heraus, dass der Scheck gefälscht war.

Siehe auch „Betrug beim Internetkauf“ und „Betrug mit gefälschten Schecks“

Notfall/Großeltern                                                         

Beim Betrug mit Notfällen spekulieren die Betrüger auf die menschlichen Emotionen und das starke Bedürfnis, anderen in einer Notlage zu helfen. Die Betrüger geben sich als ihre Opfer aus und geben vor, dass sie sich in einer Notlage befinden. Sie behaupten z. B., verhaftet oder überfallen worden oder im Krankenhaus zu sein, und bitten Freunde und Familienmitglieder um dringend benötigte Hilfe und Geld.

Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Betrug mit Notfällen. Beim sogenannten „Enkeltrick“ nehmen die Betrüger beispielsweise Kontakt zu älteren Menschen auf, behaupten, ihr Enkel zu sein, und drängen sie, ihnen Geld zu senden. Und beim Betrug über soziale Netzwerke hacken die Betrüger Konten bei einem sozialen Netzwerk und bitten die Freunde des Betroffenen nachdrücklich um Geld. Dabei geben sie vor, beispielsweise verletzt oder verhaftet worden zu sein.Auch E-Mail-Konten werden zu diesem Zweck gehackt. Sie nutzen die Informationen in diesen Konten, um genügend persönliche Einzelheiten liefern zu können, damit ihre Anfragen legitim erscheinen.

Internetkauf                                                                        

Beim Betrug beim Internetkauf suchen sich die Kriminellen Opfer, die auf Online-Auktions-Websites oder bei ähnlichen Diensten mitbieten. Der Betrug läuft in der Regel nach einem dieser beiden Muster ab:

1. Das Opfer gewinnt bei einer Auktion, die wahrscheinlich nicht echt ist. Der Verkäufer behauptet, dass er nur Zahlungen per Geldtransfer akzeptiert. Der Verkäufer fordert den Käufer auf, die Transaktion auf einen erfundenen Namen oder den Namen einer nahestehenden Person auszustellen. Die Betrüger überzeugen ihre Opfer davon, dies würde ihr Geld schützen, bis sie die Waren oder Dienstleistungen erhalten haben. Dann verschafft sich der Verkäufer einen gefälschten Ausweis, der auf den erfundenen Namen ausgestellt ist, und lässt sich das Geld auszahlen. Die Ware kommt niemals an.

2. Bei der anderen Variante ist die eigentliche Auktion zwar echt, aber das Opfer erhält nicht den Zuschlag. Es wird später von einem Dritten kontaktiert, der anbietet, ihm den gleichen Artikel zu ähnlichen Bedingungen zu verkaufen und sich das Geld dafür senden lässt. Der Käufer sendet das Geld, erhält die Waren jedoch nie.

Siehe auch „Überzahlungsbetrug“, „Betrug mit Mietsachen“ und „Betrug mit gefälschten Schecks“

Beziehung                                                                                

Der Betrug mit Beziehungen (auch „Heiratsschwindel“) beginnt ganz einfach: Ein Mann und eine Frau lernen sich im Internet kennen. Es entwickelt sich eine Beziehung: Sie schreiben sich E-Mails, telefonieren und tauschen Fotos aus. Schließlich planen sie ein Treffen oder sogar eine Heirat. Wenn die Beziehung enger wird, ändert sich etwas. Der Mann bittet die Frau, ihm Geld anzuweisen, weil er ein Busticket braucht, um einen kranken Onkel zu besuchen. Beim ersten Geldtransfer geht es nur um einen kleinen Betrag, aber dann werden immer neue und immer höhere Beträge gefordert – seine Tochter muss operiert werden, er braucht ein Flugticket für einen Besuch usw. Er macht leere Versprechungen, das Geld zurückzuzahlen. In Wirklichkeit ist das Geld jedoch weg und er über alle Berge.

Gefälschter Scheck                                                                             

Gefälschte Schecks bilden die Grundlage vieler verschiedener Betrugsarten: Betrug mit Vorabgebühren/Vorauszahlungen, Betrug mit Testkäufen, Betrug mit Lotteriegewinnen usw. Die Opfer erhalten unaufgefordert einen Scheck oder eine Geldanweisung mit der Anweisung, das Geld einzuzahlen und unverzüglich einen Teil davon zurückzusenden, um diverse Kosten wie Bearbeitungsgebühren oder Steuern zu decken. Wochen später finden die Opfer heraus, dass die Schecks gefälscht waren. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie das Geld jedoch bereits gesendet und können es nicht mehr zurückfordern. Außerdem müssen sie ihrer Bank das Geld, das sie abgehoben haben, erstatten.

Siehe auch „Betrug mit Vorabgebühren/Vorauszahlungen“, „Betrug mit Testkäufen“, „Beschäftigungsbetrug“, „Überzahlungsbetrug“, „Betrug beim Internetkauf“, „Lotterie-/Gewinnbetrug“ und „Betrug mit Mietsachen“.

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