Wenn Du Familie außerhalb der Europäischen Union hast oder beruflich im Ausland tätig bist, sind Auslandsüberweisungen eine praktische Möglichkeit, Geld zu senden. Sie ermöglichen es dem Inhaber eines Bankkontos, Geldbeträge auf ein anderes Bankkonto außerhalb des SEPA-Raums zu überweisen, in der Regel in Fremdwährungen.
Allerdings fallen bei Auslandsüberweisungen Gebühren an und es kommt zu einer gewissen Verzögerung, was ein Problem sein kann, wenn Du schnell Geld senden musst. In diesem Artikel erklären wir Dir, was Du über Auslandsüberweisungen wissen musst: Bearbeitungszeit, Gebühren und Lösungen, um schnell Geld an Deine Lieben zu überweisen.
Was ist eine Auslandsüberweisung?
Eine Auslandsüberweisung ist ein Geldtransfer zwischen einem lokalen Absenderkonto und einem Empfängerkonto in einem anderen Land. Es gibt zwei Arten von Auslandsüberweisungen: SEPA-Überweisungen und Nicht-SEPA-Überweisungen (außerhalb der Eurozone).
Eine Nicht-SEPA-Überweisung, auch SWIFT-Überweisung genannt, bezieht sich auf das SWIFT-Netzwerk (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) und deckt rund zweihundert Länder ab.
Wie funktioniert eine Auslandsüberweisung?
Bei einer Auslandsüberweisung kommuniziert die sendende Bank (die Bank, bei der das Konto des Absenders geführt wird) oder der Geldtransfer-Anbieter über das SWIFT-Netzwerk mit der empfangenden Bank (die Bank, bei der das Konto des Empfängers geführt wird). Sobald die Überweisung autorisiert ist, wird der Betrag vom Konto des Absenders abgebucht und dem Konto des Empfängers gutgeschrieben. Je nach Überweisung können weitere Zwischenbanken beteiligt sein.
Auslandsüberweisungen werden meist in einer Fremdwährung (Pfund Sterling, Dollar, Schweizer Franken usw.) durchgeführt. Sie kann auch in Euro erfolgen, wird in diesem Fall jedoch bei Eingang des Geldes gemäß dem Wechselkurs der empfangenden Bank in die Währung des Empfängerkontos umgerechnet.
Auch für Auslandsüberweisungen gelten Höchstbeträge, die je nach sendender Bank oder Geldtransfer-Anbieter variieren. Banken und Geldtransfer-Anbieter können Überweisungslimits frei festlegen, die sich nicht nur auf den Überweisungsbetrag, sondern auch auf die Überweisungsdauer auswirken können.
Wenn Du genau wissen möchtest, welche Obergrenzen in Deinem Fall für Auslandsüberweisungen gelten, wende Dich bitte an Deine Bank, um weitere Informationen zu erhalten.
Wie sende ich eine Auslandsüberweisung?
Um eine Auslandsüberweisung zu tätigen, muss der Absender die Überweisung über seine Bank (online, in einer Filiale oder über eine Banking-App) veranlassen und mehrere Angaben machen:
- Vollständiger Name und Anschrift des Empfängers
- Name, Anschrift und Land der Bank des Empfängers
- IBAN, Bankkontonummer des Empfängers
- BIC/SWIFT-Code des Empfängers
- Grund für die Überweisung (optional)
- Sonstiges
Wie lange dauert eine Auslandsüberweisung?
Bei einer Auslandsüberweisung dauert es in der Regel etwa 3 bis 5 Tage, bis der Betrag auf dem Konto des Empfängers eingeht, gerechnet ab dem Zeitpunkt, zu dem die sendende Bank den Überweisungsauftrag erhalten hat. Die Bearbeitungszeit einer Auslandsüberweisung kann aufgrund verschiedener Faktoren kürzer oder länger sein:
- Die Bank oder der Geldtransfer-Anbieter
- Das Zielland
- Der Tag und die Uhrzeit der Nicht-SEPA-Überweisung
- Fehlende Informationen, die für die Überweisung erforderlich sind
- Sonstiges
Daher kann die Überweisungsdauer einer Auslandsüberweisung in der Regel länger sein als bei einer Inlandsüberweisung oder einer SEPA-Überweisung, die unter passenden Umständen innerhalb eines Bankarbeitstages abgeschlossen werden kann.
Der Tag und die Uhrzeit spielen bei Verzögerungen einer Auslandsüberweisung eine besonders wichtige Rolle. Überweisungen, die unter der Woche während der Banköffnungszeiten (vor 18:00 Uhr) getätigt werden, werden in der Regel am nächsten Werktag bearbeitet. Genauso werden auch Überweisungen, die an Freitagen, Wochenenden oder Feiertagen getätigt werden, erst am nächsten Werktag bearbeitet (je nach Situation zwei oder drei Tage nach der Überweisung).
Auch bei Währungsumrechnungen kann es zu längeren Verzögerungen bei Auslandsüberweisungen kommen, insbesondere wenn es sich um eine weniger verbreitete Währung handelt. Darüber hinaus ist die Angabe des Überweisungsgrundes zwar optional, kann jedoch je nach Bank, Absenderwährung, Empfängerland oder Überweisungsbetrag erforderlich sein, um Verzögerungen bei der Überweisung zu vermeiden. Tatsächlich kann die sendende Bank die Überweisung zurückhalten, wenn kein Grund angegeben wird.
Um die genaue Bearbeitungszeit einer Auslandsüberweisung zu erfahren, wende Dich bitte an Deine Bank.
Welche Gebühren fallen für eine Auslandsüberweisung an?
Bei einer Auslandsüberweisung fallen hauptsächlich drei Arten von Gebühren an:
- Ausgabegebühren: Bearbeitungsgebühren oder auch Überweisungsgebühren genannt, werden zum Zeitpunkt der Überweisung von der sendenden Bank oder Überweisungsplattform in Rechnung gestellt und vom Absender bezahlt
- Empfangsgebühren: Können von dem Geldinstitut, das die Überweisung durchführt, in Rechnung gestellt werden und sind vom Empfänger zu tragen
- Wechselkursgebühren: Werden auf der Grundlage des Wechselkurses (z. B. von Euro zu Dollar) berechnet und sind vom Absender zu tragen Diese Gebühren, die der Marge der Bank oder des Geldtransfer-Anbieters für die Überweisung entsprechen, hängen vom aktuellen Wechselkurs und dem überwiesenen Betrag ab.
Diese Gebühren – fest oder variabel – hängen von der verwendeten Bank oder dem Geldtransfer-Anbieter, dem Zahlungsort (online oder in einer Filiale), der Zahlungsmethode (Bankkarte, Überweisung, Mobile Wallet) sowie dem Absender- und Empfängerland ab. Außerdem kann beim Aufgeben der Auslandsüberweisung festgelegt werden, wer die Gebühren übernimmt:
- SHA (geteilte Kosten): Die Kosten werden zwischen Absender und Empfänger aufgeteilt.
- OUR (Absender): Der Absender trägt die Kosten.
- BEN (Empfänger): Der Empfänger trägt die Kosten.
Mit Western Union einfach und schnell Geld überweisen
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Die Bearbeitungszeit einer Auslandsüberweisung mit Western Union aus Deutschland beträgt in der Regel 1 bis 3 Werktage, je nach Land und Bank. Die meisten Überweisungen kommen noch am selben Tag an. In einigen Fällen kann es länger als 3 Tage dauern.
In der Überweisungsübersicht werden stets die Gebühren und die voraussichtliche Überweisungsdauer für jede Zahlungs- und Zustellmethode sowie für jedes Zielland angezeigt. So profitierst Du von vollständiger Transparenz.
Mit Western Union entscheidest Du, wie Du Deinen Lieben Geld sendest:
- Von einem Standort von Western Union
- Auf der Website
- Mit unserer App
Sobald Deine Überweisung gesendet wurde, kannst Du sie dank einer eindeutigen Transaktionsnummer (MTCN) ganz einfach in Echtzeit verfolgen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Gründe gibt es für eine Verzögerung bei der Bearbeitung einer Auslandsüberweisung?
Es gibt mehrere Gründe, die zu Verzögerungen bei Auslandsüberweisungen führen können:
- Betrugsprävention
- Falsche oder unvollständige Angaben
- Überweisung an einem Feiertag oder am Wochenende
- Währungsumrechnung und Wechselkursschwankungen
- Zielland (weniger entwickelte Bankinfrastruktur, strenge Vorschriften usw.)
Was kann ich tun, wenn meine Auslandsüberweisung blockiert wird?
Wenn Deine Auslandsüberweisung nicht auf Deinem Kontoauszug erscheint, solltest Du Dich an Deine Bank wenden, um den Status der Überweisung zu überprüfen und gegebenenfalls den Grund für die Blockierung oder Ablehnung zu erfahren.
Wenn Du der Empfänger einer Überweisung bist, musst Du Dich an den Absender wenden, damit dieser Informationen bei seiner Bank einholen kann. Du kannst auch bei Deiner Bank nachfragen, ob die Überweisung noch aussteht.